1969 Mercury Cyclone GT Fastback
Verfasst: 23. Jun 2026, 15:14
1969 Mercury Cyclone GT Fastback
Cale-Yarborough Special Cyclone Spoiler Tribute
Motor: 390 cui (6,4 L) FE V8, S-Code, Edelbrock AVS2 4-Barrel, Ram-Air-Induction
Leistung: 320 HP SAE / Getriebe: 3-Gang-Automatik
- Matching Numbers Stufe 1
- Talladega Spoiler Registry Confirmed Color Code Car & Pre Spoiler
- Marti Report ELITE und DELUXE
- Oldtimer-Wertgutachten NOTE 2
Werks-Ausstattung
Special Order Farbe M+T (Wimbledon White / Indian Fire Red Dach) mit Zierstreifen,
3-Gang Automatik Getriebe (C-6 Merc-O-Matic), GT Appearance Group, Comfortweave-Einzelsitze (Dark Red Knit Vinyl Bucket Seats), Rim-Blow-Lenkrad, Mittelkonsole, Rennsport-Außenspiegel in Wagenfarbe, Power-Front Scheibenbremsen, Getönte Scheiben, F70x14 Wide Oval Weißwand Reifen, Servolenkung, AM-Radio und Rear Lautsprecher, Deluxe Belts
Nachträgliche Umbauten
Cale-Yarborough Special Cyclone-Spoiler Tribute (CY und Spoiler Decals), Chrom-Lochfelgen, 3-Speichen Grant Classic Lenkrad, Edelbrock AVS2 Vergaser
Die Geschichte eines '69er Mercury Cyclone GT
In Frauenhand begonnen, in Frauenhand bewahrt…
Dieser Mercury Cyclone GT entstand aus einer Ford-Werksbestellung mit einer seltenen sechsstelligen DSO-Nummer (212115), die ihn als werkseitiges Sonderbestellfahrzeug ausweist – dasselbe Bestellverfahren, über das Ford auch Modelle wie die Shelby Mustangs abwickelte. Am 13. Dezember 1968 lief er im Werk Lorain, Ohio vom Band, sieben Tage hinter Plan, vermutlich wegen der Werks-Sonderlackierung Weiß über Indian-Fire-Red-Dach; Motor (390 S-Code), C-6-Getriebe und Hinterachse sind vor dem Bautag datiert. Vier Tage später wurde er an Leader Lincoln-Mercury in Downtown Atlanta ausgeliefert
Das macht ihn zu einem sogenannten Color Code Car bzw. Pre-Spoiler: ein Fahrzeug, das alle äußeren Merkmale des Spoiler-Programms trägt (Special Paint, sechsstellige DSO, geografische Nähe zur NASCAR-Region), ohne mechanisch ein Spoiler zu sein. Eine viel diskutierte Sammler-Hypothese vermutet, dass Mercury solche Wagen nutzte, um die für die Homologation nötige Stückzahl optisch aufzufüllen – belegt ist das nicht, plausibel als Einordnung jedoch durchaus.
Als Atlanta Special Stock Order auf den Händler kommissioniert, stand der Wagen anschließend ungewöhnlich lange – ganze 17 Monate – im Showroom. Möglicherweise diente er auch als Ausstellungsfahrzeug des neuen Cyclone Spoiler.
Ob dieser Cyclone als Homologations-Auffüller oder als Ausstellungsfahrzeug diente, bleibt offen.
Die Talladega Spoiler Registry führt das Auto als bestätigten Color Code Car – eines von rund 20 weltweit, davon 2 Stück in Deutschland (einzige mit dieser Motorisierung).
Seine erste Besitzerin – eine Frau aus Atlanta – behielt den Cyclone fast 29 Jahre, ehe er 1999 an einen Käufer in Missouri ging. Dort blieb er bis in die 2010er-Jahre und wurde 2018 mit rund 45.000 Meilen von einem Händler angeboten; in dieser US-Zeit erhielt er auch seine reversible Cale-Yarborough-Optik. 2024 kam der Wagen nach Deutschland und ging über zwei bayerische Halter bis zur heutigen Besitzerin im Landkreis Erding.
So schließt sich nach über einem halben Jahrhundert ein schöner Kreis – am Anfang wie am Ende seiner Geschichte steht eine Frau am Steuer.
Hier ein paar Bilder:
Cale-Yarborough Special Cyclone Spoiler Tribute
Motor: 390 cui (6,4 L) FE V8, S-Code, Edelbrock AVS2 4-Barrel, Ram-Air-Induction
Leistung: 320 HP SAE / Getriebe: 3-Gang-Automatik
- Matching Numbers Stufe 1
- Talladega Spoiler Registry Confirmed Color Code Car & Pre Spoiler
- Marti Report ELITE und DELUXE
- Oldtimer-Wertgutachten NOTE 2
Werks-Ausstattung
Special Order Farbe M+T (Wimbledon White / Indian Fire Red Dach) mit Zierstreifen,
3-Gang Automatik Getriebe (C-6 Merc-O-Matic), GT Appearance Group, Comfortweave-Einzelsitze (Dark Red Knit Vinyl Bucket Seats), Rim-Blow-Lenkrad, Mittelkonsole, Rennsport-Außenspiegel in Wagenfarbe, Power-Front Scheibenbremsen, Getönte Scheiben, F70x14 Wide Oval Weißwand Reifen, Servolenkung, AM-Radio und Rear Lautsprecher, Deluxe Belts
Nachträgliche Umbauten
Cale-Yarborough Special Cyclone-Spoiler Tribute (CY und Spoiler Decals), Chrom-Lochfelgen, 3-Speichen Grant Classic Lenkrad, Edelbrock AVS2 Vergaser
Die Geschichte eines '69er Mercury Cyclone GT
In Frauenhand begonnen, in Frauenhand bewahrt…
Dieser Mercury Cyclone GT entstand aus einer Ford-Werksbestellung mit einer seltenen sechsstelligen DSO-Nummer (212115), die ihn als werkseitiges Sonderbestellfahrzeug ausweist – dasselbe Bestellverfahren, über das Ford auch Modelle wie die Shelby Mustangs abwickelte. Am 13. Dezember 1968 lief er im Werk Lorain, Ohio vom Band, sieben Tage hinter Plan, vermutlich wegen der Werks-Sonderlackierung Weiß über Indian-Fire-Red-Dach; Motor (390 S-Code), C-6-Getriebe und Hinterachse sind vor dem Bautag datiert. Vier Tage später wurde er an Leader Lincoln-Mercury in Downtown Atlanta ausgeliefert
Das macht ihn zu einem sogenannten Color Code Car bzw. Pre-Spoiler: ein Fahrzeug, das alle äußeren Merkmale des Spoiler-Programms trägt (Special Paint, sechsstellige DSO, geografische Nähe zur NASCAR-Region), ohne mechanisch ein Spoiler zu sein. Eine viel diskutierte Sammler-Hypothese vermutet, dass Mercury solche Wagen nutzte, um die für die Homologation nötige Stückzahl optisch aufzufüllen – belegt ist das nicht, plausibel als Einordnung jedoch durchaus.
Als Atlanta Special Stock Order auf den Händler kommissioniert, stand der Wagen anschließend ungewöhnlich lange – ganze 17 Monate – im Showroom. Möglicherweise diente er auch als Ausstellungsfahrzeug des neuen Cyclone Spoiler.
Ob dieser Cyclone als Homologations-Auffüller oder als Ausstellungsfahrzeug diente, bleibt offen.
Die Talladega Spoiler Registry führt das Auto als bestätigten Color Code Car – eines von rund 20 weltweit, davon 2 Stück in Deutschland (einzige mit dieser Motorisierung).
Seine erste Besitzerin – eine Frau aus Atlanta – behielt den Cyclone fast 29 Jahre, ehe er 1999 an einen Käufer in Missouri ging. Dort blieb er bis in die 2010er-Jahre und wurde 2018 mit rund 45.000 Meilen von einem Händler angeboten; in dieser US-Zeit erhielt er auch seine reversible Cale-Yarborough-Optik. 2024 kam der Wagen nach Deutschland und ging über zwei bayerische Halter bis zur heutigen Besitzerin im Landkreis Erding.
So schließt sich nach über einem halben Jahrhundert ein schöner Kreis – am Anfang wie am Ende seiner Geschichte steht eine Frau am Steuer.
Hier ein paar Bilder: