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1968er Ford Mustang Rolling Restauration

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Braunschweiger
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Re: 1968er Ford Mustang Rolling Restauration

Beitrag von Braunschweiger » 19. Aug 2018, 19:31

Danke schön
Gruß Harald

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Braunschweiger
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Beitrag von Braunschweiger » 20. Aug 2018, 17:46

Hier die Fortsetzung
Ich wollte ja ein Schaltgetriebe haben, ein muss für diesen Motor, warum nicht ein 5 Gang.
Ca. die selben Gangabstufungen 1-4 mit langen 5.Gang, optimal für lange Strecken und einer 3.55er Achsübersetzung und leichter verfügbar,
Ich habe mir ein gebrauchtes aus den USA mitbringen lassen, mit Glocke, Blockplatte und Crossmember.
Dazu sollte die Kupplung Hydraulisch betätigt werden und auch kein Vermögen kosten, 600-700$ für Master- und Slavezylinder und Anbauteilen erschien mir zu teuer.
Seilzug wollte ich nicht, läuft quer durch den Motorraum, gefällt mit nicht.
Z-Bar, da hätte ich alle Teile neu oder Gebraucht zusammentragen müssen, läppert sich.
Die Teile sind verfügbar, man muss schauen wie.
Und es ist gar nicht so einfach, über erfolgreiche Umbauten Informationen zu sammeln, alle machen Andeutungen wenn man Glück hat findet/erhält man mehr Infos.
Und muß die Informationen wie ein Puzzel zusammentragen.
Auf Amerikanischen Seiten bin ich fündig geworden und habe die Anregungen mitgenommen.
Das Getriebe mit Glocke und Blockplatte
Blockplatte.jpg
BorgWarner T5 World Class Transmission.jpg
Getriebe Tag.jpg
T5 Bellhousing.jpg
Ich hatte noch gar nicht erwähnt, woher der Geber und Nehmerzylinder stammen, das war der erste Punkt in dem Puzzel, freundlicherweise von Micha aus dem "Mustang Inside Forum" genannt und an seinem Rallye Falcon getestet, die stammen vom Lada und kostet unter 30€, unschlagbar :)
Den Grundstock hatte ich, aber wie zusammenfügen?
Schablone Geberzylinder.jpg
Für den Geberzylinder habe ich mir erstmal eine Schablone gefertigt , um zu sehen wie das überhaupt hin muss, um auch Anschraubpunkte zu finden.
Halter Geberzylinder.jpg
Halter mit Geberzylinder.jpg
Halter mit Geberzylinder.jpg (356.4 KiB) 287 mal betrachtet
Geberzylinder am Geriebe montiert.jpg
Final habe ich den Kupplungshebel noch über eine M12 Innensechkantschraube entkoppelt, den Kopf davon habe ich mit den Bohrer angesenkt und da greift dann die Betätigungstange vom Geberzylinder rein, das ganze wird mit einer Feder zurückgezogen.
Das ging ja noch, nun wird es anspruchsvoller, der Pedalbock muss umgebaut werden und eine Halterung für den Nehmerzylinder muss ich auch bauen, direkt auf die Firewall schrauben ist nicht empfehlenswert, dafür ist das Blech zu dünn, das reißt irgendwann ein.
Ausbau Lenksäule.jpg
Lenksäule muß raus, der Pedalbock auch.
Lenksäule.jpg
Lenksäule.jpg (409.98 KiB) 287 mal betrachtet
Pedalbock Automatik.jpg
Sieht tadellos aus :)
Umgebaut für Schalter
Pedalbock Umbau auf Schalter.jpg
Pedalbock Umbau auf Schalter.jpg (394.49 KiB) 287 mal betrachtet
Nun wird es interessant :), da ich keinen Bremskraftverstärker habe ist es für mich etwas einfacher, ich gehe mit der Betätigungsstange durch die Öffnung für die Z-Bar, die nur mit einen Blechdeckel verschlossen ist, mit einen Bremskraftverstärker muß man weiter links bleiben, so das der Nehmerzylinder nicht mit dem Bremskraftverstärker kollidiert.
Aber wie gesagt, so ist es etwas einfacher, aber nicht leichter, ich wollte eine Verstärkungsplatte bauen die zwischen Firewall und Pedalbock sitzt und den Nehmerzylinder aufnimmt.
Erstmal wieder eine Schablone angefertigt um das zu probieren.
Schablone.jpg
Schablone.jpg (426.27 KiB) 287 mal betrachtet
Sah ganz gut aus, ist aber alles haarscharf und knapp.
Masterzylinder mit Halteplatte und Pedalbock.jpg
Masterzylinder mit Halteplatte und Pedalbock.jpg (405.43 KiB) 287 mal betrachtet
Die Feder hatte ich montiert, ist aber nicht nötig, die am Getriebe reicht völlig.
Pedalbock mit Masterzylinder.jpg
Pedalbock mit Masterzylinder.jpg (363.49 KiB) 287 mal betrachtet
Fertig Montiert.jpg
Fertig Montiert.jpg (280.27 KiB) 287 mal betrachtet
Hier sieht man ganz gut wie saugend das ganze sitzt.
Masterzylinder Betätigung innen.jpg
Einbauort Masterzylinder.jpg
Das ganze für 100€ :D die Stahlflexleitung war das teuerste, die Platte gab es für lau vom Kumpel ;)
Hier greife ich mal vor, die Betätigung ist gut zu dosieren, macht genügend Ausrückweg, so das das Getriebe gut zu schalten ist, das Betätigungsgefühl ist etwas strammer als im Alltagsauto.
Es gibt von MDL "Modern Driveline" ein Hebelsystem, was die Kräfte reduziert und man kann dadurch auch etwas nach links rausrücken, wie gesagt, es geht auch so ganz easy.
Vielleicht ist das für den einen oder anderen was, für die anderen Teufelszeug :lol:
Demnächst mehr.

Vincentvega
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Beitrag von Vincentvega » 21. Aug 2018, 10:15

Toll zu lesen. Gefällt mir super.
Scheinst ein Naturtalent zu sein (-:

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Braunschweiger
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Beitrag von Braunschweiger » 21. Aug 2018, 10:35

Danke schön.
Nein, das bin ich sicher nicht, ich tüfftele gerne und wie schon geschrieben, zahle ich auch Lehrgeld.
Vielleicht kann der eine oder andere, ja was hieraus mitnehmen.


Nun will das alles auch eingebaut werden, das bedeutet der alte Motor und Getriebe müssen ihren Platz verlassen, um das neue Spielzeug einzubauen :)
Ausbau 289er.jpg
Ausbau 289er.jpg (404.79 KiB) 278 mal betrachtet
Alles getrennt.
Auspuff trennen.jpg
Getriebeöl ablassen.jpg
Getriebeöl ablassen.jpg (382.14 KiB) 278 mal betrachtet
Da ist die Arvinode
To do Liste.jpg
To do Liste.jpg (315.96 KiB) 278 mal betrachtet
Nichts vergessen??
Am Haken.jpg
Am Haken.jpg (422.27 KiB) 278 mal betrachtet
Der Arsch vom Mustang muss hinten richtig hoch dann ist unter dem Auto auch Platz für das Getriebe, schwebt der 289er mit Getriebe und Headers leicht aus dem Motorraum.
Best angelegtes Geld war: der Balancer für 20€ am Motorkran.
Ein und Ausbau habe ich alleine damit bewerkstelligt.
Motor und Getriebe ausbau.jpg
Motor und Getriebe ausbau.jpg (395.97 KiB) 278 mal betrachtet
Übrigens sind auf meinen Motor und Getriebe, die FIN gestempelt, also Matching Numbers.
Da ich nur ein normales C-Code Coupé habe, ist das eigendlich egal :) Ist aber schön, das noch alles zusammen war.
Damit das Getriebeöl nicht rausläuft, ein 40mm Kunstoffrohr mit Deckel (HT-Rohr, Baumarkt), in den Getriebehals gesteckt, Tachoantrieb vom Schaltgetriebe eingesetzt um die Öffnungen zu verschließen.
Headers abgebaut.jpg
Headers abgebaut.jpg (403.17 KiB) 278 mal betrachtet
Die Headers sollten ja noch auf den neuen Motor, das Getriebe musste auch noch angebaut werden.
Neuer Motor mit Schaltgetriebe.jpg
Neuer Motor mit Schaltgetriebe.jpg (344.34 KiB) 278 mal betrachtet
Nun alles wieder einbauen und verbinden.
Einbau Motor mit Getriebe.jpg
Einbau Motor mit Getriebe.jpg (401.72 KiB) 278 mal betrachtet
Da sitzt der neue Spaßmacher :D
Eingebaut.jpg
Eingebaut.jpg (387.21 KiB) 278 mal betrachtet
Das Getriebe passt, der Schalthebel sitzt sauber im Ausschnitt.
Schaltgetriebe sitzt perfekt.jpg
Eigentlich fertig
Ready to Run.jpg
Ready to Run.jpg (338.48 KiB) 278 mal betrachtet
Was habe ich noch gemacht?
Natürlich die Pedale von Automatik, auf Schaltung umgebaut und die Kupplungsbetätigung eingebaut,
wie weiter oben beschrieben, das Puzzle zusammengefügt.
Den Verteiler noch vom alten Motor auf diesen hier umgesteckt und die Zündung mit der Vacuumdose zusammen abgestimmt.
Natürlich den Vergaser abgestimmt (600er Summit), mit AFR Tester, ich musste ich mich auch erst einfuchsen, mal hier und da ein bisschen an den Schraubendrehen, nö, alles verstellt und der pure Sprit lief hinten raus :(
Also den Vergaser nochmal in die Grundeinstellung gebracht, Drosselklappen und Transferslot korrekt eingestellt, sehr wichtig! ansonsten zieht der gute sein Gemisch schon im Leerlauf über die Drosselklappen und die Gemischrauben, das Einbrechen bei 1500-1600U/min mit einer anderen Beschleunigerpumpennocken, für mehr Benzin, korrigiert, Powervalve angepasst und letztlich in der Sekundärstufe grössere Mainjets installiert, das ganze immer wieder mit Einstellfahrten verbunden, kostet Zeit, belohnt mich aber mit einen sauber laufenden Motor der im 5.Gang mit 1000U/min durch die City bummelt,
aber auch gerne bis auf über 6000U/min dreht und seidenweich am Gas hängt,
ihr merkt schon, das ich begeistert bin, oder?
Aber zurück, nach dem Zusammenbau bin ich noch mit der 2.79 Achsübersetzung gefahren, da ging das im 5.Gang rumbummeln nicht, dafür hätte das Auto theoretisch wohl 300 Km/h fahren können, also zu lang, viel zu lang, da stand die nächste Winterarbeit an :D, eine 3.55er Übersetzung mit Sperre.
Merke! Nur vorne was tun geht nicht, du stimmst das ganze Fahrzeug neu ab, das habe ich gelernt.
Tja, und die Arvinodeanlage? Hölle ist die laut geworden....logisch mehr Verdichtung und Gasdurchsatz+ Drehzahl, das Teil hat geschrien!!
Ich fand das am Anfang ganz lustig und hat auch Spaß gemacht, aber was für ein Unterschied zu dem alten Motor.
Und das gab es mal legal für die Mustangs im Zubehör von Ford!!?
Die Anlage habe ich demontiert und erst mal Turbomuffler untergehängt mittlerweile habe ich 2018 komplettauf eine 2.5 Zoll Anlage umgebaut mit Trush Turbomufflern, dezenter Klang, obenrum raus mehr ein Fauchen, schön unscheinbar ist er geworden... kann man dazu "Sleeper" sagen?
Aber diese Saison, in 2017, konnte ich das Fahrzeug noch mit dem Motor und Getriebe fahren, um Unzulänglichkeiten abzustellen.
Die gab es, nichts wildes, der Mustang lief 1A, aber es gab da noch Potential.
Das hatte ich ja schon angedeutet und das werde ich euch noch berichten.

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Beitrag von Axel » 22. Aug 2018, 18:21

Sehr informativer und interessanter Bericht. Erstaunlich, dass man den Motor mit Getriebe alleine so rausbekommt. Bei mir hatten wir zu dritt das C4 Getriebe aus der Grube raus angehoben.

Sally67
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Beitrag von Sally67 » 22. Aug 2018, 18:49

Hi Harald,
ich sehe du bremst noch wie echte Männer,also so wie ich :mrgreen:
Trommeln und ohne BKV,reicht dir das noch mit dem Kraftpaket?
Ich fahre ja auch nicht gerade den kleinsten Motor (351erW,4bbl) und ernte immer Kopfschütteln
wenn´s ums Thema Bremsen geht.
Gruß und
immer gutes Heimkommen.
Martin mit Sally

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Beitrag von Braunschweiger » 22. Aug 2018, 19:11

Martin, da sprichst du ja ein Thema an, die Trommeln sind ja mit Porterfield Belägen bestückt und bremsen hervorragend, aber manchmal habe ich das Gefühl, da müsste jetzt ein bisschen mehr kommen, sie fühlen sich stumpf an, das aber bei scharfen runterbremsen, z.b vor Kurven.
Ich bin am überlegen, ob ich mir den 4 Kolben Umrüstsatz vom 67er hole und im Winter umbaue.
Diesen hier:
http://www.discbrakeswap.com/Mustang%20 ... SWAP1.html
http://www.discbrakeswap.com/SWAP.1.4ML ... 202017.png
Die dann mit EBC Green Belägen bestücken
Gruß Harald

Sally67
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Beitrag von Sally67 » 22. Aug 2018, 19:30

Hi Harald,
also für meine rumcruiserei sind meine Drums ausreichend.
So oft lasse ich die Pferde jetzt auch nicht galoppieren.
Die Porterfields liegen schon in der Werkstatt und kommen wohl im Winter drauf.
Aber wenn du dir schon Gedanken machst,würde ich die auch umsetzen!
Ich durfte den 67er Fastback mit Scheibenbremsen von Salima Probe fahren.
Ist doch schon n anderes bremsen :shock:
Wenn dann noch gescheite Gummis ins Spiel kommen, ist das Ganze perfekt!
Gruß und
immer gutes Heimkommen.
Martin mit Sally

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Beitrag von Braunschweiger » 22. Aug 2018, 19:54

Ja, ich durfte vor kurzen auch einen 390er Fastback fahren mit Scheiben und Bremskraftverstärker, das war eine feine Sache, das geht nochmal anders zu Sache.
Du hast natürlich recht, für die meisten Fahrten reichen die Trommeln dicke.
Gruß Harald

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burnout
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Beitrag von burnout » 22. Aug 2018, 20:57

Die Trommelbremsen haben mir auch immer ausgereicht, bis wir mal ein paar Runden auf dem Nürburgring gefahren sind. Danach hab ich sofort die Scheibenbremsen bestellt. Bremswirkung ist nicht so viel besser finde ich, aber natürlich standfester. Auf dem Ring hat sich das definitiv bemerkbar gemacht.

Toller Bericht übrigens!
Gruß
Christian

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