68er Torino GT (Teil-)Resto

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mem64
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Beitrag von mem64 » 11. Apr 2026, 19:50

....Es sieht so aus als würde das Mischungsverhältnis von Stammkomponente zu Härter nicht passen bei deiner Grundierung....oder zuviel Verdünnung im Basislack und dann zu große Schichtdicken....oder nicht ausreichend vermischt..... oder nicht durchtrocknen lassen.... oder....

Um Metallicfarbtöne anzupassen sollte man angrenzende Teile einlackieren.. .. musste halt auf den vorhandenen Lackflächen noch machen.... genauso "beschissen" weiterarbeiten dann klappt das schon 😉🤣... immer an der nächsten Kante ein Bördelband kleben....
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landeigt
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Beitrag von landeigt » 24. Apr 2026, 14:12

So, zwar nicht ganz die zeitliche Reihenfolge wie ich es gemacht hab, aber da es der letzte Teil der Karosseriearbeit war dachte ich ich füge es hier schonmal in diesen Teil des Beitrags ein. Erst wollte ich den linken Kotflügel vorn ja so lassen, aber wie schon richtig angebracht ist durch die menschliche Einwirkung mittels Fächerscheibe, Schwingschleifer oder sonst was die natürliche Patina des vor ewigen Zeiten untergespachtelten Lackkleid verunstaltet worden. Ok, der Prüfer der später die H Zulassung machen soll hätte wahrscheinlich auch ein bisschen schräg geschaut wenn er das so gesehen hätte.

Spoiler: Viele von euch die sich mit Lack und Karosseriearbeit auskennen bzw einige der Leute die sowieso eher für Neulackieren gewesen sind, werden jetzt wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen :D

Naja, also erstmal versucht so wenig wie möglich von dem blätternden Spachtel abzuschleifen, und so viel wie möglich vom alten Lack (und besonders dem Streifen) zu erhalten. Natürlich ist es am Ende viel mehr geworden als geplant, da der nicht sichtbare Schaden doch größer war als erwartet (ist ja immer so...). An der Seite sieht man dass da noch gut Spachtel drauf ist, und obwohl ich schon ordentlich in den Streifen hinein geschliffen hatte ( wollt ich eigentlich komplett vermeiden), wollte ich wenigstens den Lack zwischen dem "C" des C Stripes erhalten um später zum lackieren eine klare Kante zu haben. Nachdem alle Bereiche um die ich mich kümmern wollte Spachtel- und Rostfrei waren, gings ans Hämmern. Mit mehreren Karosseriehämmern, Zangen und Hölzern hab ich dann so geht es geht die Beulen im unteren Bereich und oben bearbeitet. An der Seite hab ich mich auch versucht, aber da dort noch so viel Spachtel drauf war hab ich mich eher zurückgehalten, damit der Rest nicht auch noch abplatzt und ich am Ende doch alles lackieren müsste. Also damit abgefunden dass an der Seite wieder fett Matsche draufkommt...
Mit dem Rest bin ich sehr zufrieden, die ursprüngliche Form ist ganz gut wieder hergestellt. Das schlimmste war der Teil wo später die Alu Augebrau sitzt, da der Bereich einen ordentlichen Ditscher bekommen hat. Mit viiiel Hämmern von innen und aussen, besonders mit einem langen Stück Holz, ging es aber dann doch einigermaßen in die richtige Richtung. Als die Leiste dann endlich gepasst hat konnte es ans grundieren und spachteln gehen.
Hierzu ein Disclaimer: Man hätte natürlich noch wochenlamg den Kotflügel so glatt und beulenfrei wie möglich bearbeiten können, aber da ich diese Reparatur eh als einen "Quick and Dirty" Job angesehen hab dessen Ziel war: "Es soll besser aussehen als vorher", hab ich mir die Zeit lieber gespart.
Also Spachtel drauf und schleifen, spachteln, schleifen usw. bis es gut war. Hierfür hatte ich extra den Streifen abgeklebt für eine gerade Kante und damit ich nicht so viel vom Streifen beschädige.

Anmerkung vom Autor: Das war dumm und hat später nur nochmehr Arbeit gemacht.

Anschließend ein letztes Mal grundiert und dann mit meinem Lieblimgslack von Ludwiglacke überlackiert (ja mit der Dose). Dann noch Klarlack, fertig. Zumindest fürs erste. Ich muss sagen, der Ton passt wirklich ziiiemlich gut zum Rest. Damit bin ich echt zufrieden. Aber, der Lack muss ja auch noch ein bisschen alt wirken. Deshalb hab ich oben, wo der Lack eh etwas matter ist, den Klarlack nicht nass aufgesprüht, und auch schon vorher den blauen Lack nach hinten hin nur angenebelt ohne Abklebekante, damit ein fließender Übergang da ist. Unter den Lack hab ich dann noch etwas Vaseline gemacht in kleinen Mengen. Das konnte man später wunderbar mit dem Fingernagel abkratzen und hat den Effekt von gechippten Lack. Gefällt mir ganz gut, nur hätte man die Vaselinetropfen etwas kleiner machen sollen. Aber egal.
Der Plan war es anschliessend, den Klarlack ordentlich aushärten zu lassen, so 1 bis 2 Monate, dann den Streifen abzukleben und nach bzw anzulackieren. Gesagt getan, also nach 3 Tagen alles abgeklebt und festgestellt dass es doof war im Streifen abzukleben. Dadurch musste ich nämlich die entsandene Farbkante anschleifen und angleichen. Besser wärs unterhalb des Streifens abzukleben, und den ganzen Streifen neu zu lackieren (in dem vorderen Bereich). Nach dieser Fummelarbeit dann den Schwarz glänzenden Baumarkt Lack gegriffen und den Streifen lackiert, das hat echt gut geklappt.

Als ich dann das Tape abgezogen hab, hab ich gleich den Klarlack mit runter geholt. Supi. Hätt ich mal lirber gewartet, aber ich war ja zu ungeduldig.
Naja, mit ein bisschen schleifen und polieren kriegt man es bestimmt noch etwas besser hin. Das Ergebnis fi de ich kann sich schon sehen lassen, definitiv sieht es besser aus als vorher. Von daher: Ziel erreicht!
Die letzten finishing touches waren dann noch das 390er Emblem (mit Scheibenkleber befestigt, da einer von den Pins abgebrochen war) und die Augenbraue. Ich hatte eine mit Beule zum Auto dazubekommen, die passte aber leider nicht mehr an meinen reparierten Kotflügel. Aber ich hab vor Jahren bei Kleinanzeigen mal ein Set für meinen grünen gekauft gehabt, die waren allerdings zu schön und passten nicht zum Rest. Lustigerweise passte die perfekt und auch vom Erscheinungsbild fügt sie sich echt gut an die andere Eyebrow und die Haubenleiste an.

Als nächstes gehts dann endlich mit der Technik weiter! :)
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Beitrag von landeigt » 24. Apr 2026, 14:15

Toll, Reihenfolge der Fotos natürlich verkehrt...
Zum Trost hier noch die restlichen Bilder der Reparatur ;)
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Beitrag von mem64 » 26. Apr 2026, 17:26

🙈🤢
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Beitrag von plumcrazy » 26. Apr 2026, 19:37

1a gepfuscht.

Finde ich gut und ist fast schon zu gut für in USA gemachte Arbeiten :lol:

Ich verstehe Dich ;)

Gruß

Carsten

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Beitrag von FEtischist » 26. Apr 2026, 19:48

So Shice muss das !
Perfekt 😎😇

Ich hab damals das frisch lackiere Luftfilter-Gehäuse vom GT-E auch über den Hof geworfen, weil es unauthentisch aussah🤣

Und den nigelnagelneuen, schneeweißen Scheinenwaschwasser-Tank mit Altöl „ausgespült“, weil der nicht zum Auto passte 🤣
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Beitrag von landeigt » 22. Mai 2026, 07:12

So, nun mal wieder ein kleines Update: Im Dezember ist viel passiert. War zwar zeitweise saukalt in der Garage, aber dick eingepackt gings dann unters Auto. Dort hab ich den gesamten Unterboden vom Dreck und dem groben Flugrost befreit und anschließend mit Brantho Korrux gepinselt. Vorher musste noch die Hinterachse raus, und damit war der Torino erstmal nicht mehr mobil. Geplant war es eigentlich, die alte Achse auszubauen und dann direkt die neue rein. Allerdings war das Projekt "Hinterachse" doch nicht ganz so unkompliziert wie gedacht. Trotz vermeintlichem "Alle Teile sind da" gab es schon in den ersten Zügen Probleme. Die Idealvorstellung war: Mein Kumpel Carl und ich treffen uns für einen Tag und bauen zusammen unsere beiden Differentiale fertig. Zur optimalem Vorbereitung hatte ich mir das Workbench Buch über die 9 Zoll Achse besorgt gehabt. Doch schon ziemlich zu Anfang musstr ich feststellen dass die Sperre die ich mir von Kleinanzeigen gekauft hatte, defekt war. Das Losbrechmoment lag weeeeit außerhalb der Spezifikation, sie ließ sich fast mit der Hand durchdrehen. Geschaut woran das liegen kann und dann am Ende Shims bestellt um die Kupplungen ein bisschen strammer zu kriegen. Damit war der Traum von der "Ein Tages Arbeit" geplatzt und wir haben uns auf Carls Diff gestürzt. Doch auch als nach einer Woche die Shims ankamen konnten wir damit nicht in die Nähe des Losbrechmoments kommen. Am Ende des Tages hab ich dann abgewogen was es kosten würde die Kupplungen neu zu machen und mich dann für eine neue (die günstigste) Sperre von Summit entschieden. Fun fact: Das Prozedere vom Messen des Losbrechmoments wurde im Buch ungenaue bzw gar nicht beschrieben. Wie sich herausstellte war es einfach mein Fehler gewesen, ich hätte Gehäusehälfte und Spider gear mit einem Stück Verzahnung zusammen blockieren müssen um das Losbrechmoment zu bestimmen. Ärgerlich, aber wieder was gelernt. Wenigstens konnte es dann weitergehen, so dachten wir. Nachdem die Bearing races in den Billett Daytona Pinion support eingepresst und das Pinionlager aufgezogen war, ging es daran das Preload einzustellen. Ursprünglich war geplant das mit dem mitgelieferten solid spacer kit zu machen. Da wir damit bei Carls Pinion leider weniger Erfolg hatten, sind wir dann doch wieder auf Crush sleeve umgeschwenkt. Also gegengezogen, dann mit einem inchpound Schlüssel das Schleppmoment geprüft und weiter festgezogen, bis wir im richtigen Bereich waren (ca 20-25 in lbs). Blöderweise war die Pinion Mutter bei dem Drehmoment noch lange nicht fest (die soll am Ende knapp 200-300Nm haben). Wie sich rausstellte, lag das daran dass der fette Daytona Pinion support mit dem Yoke kuscheln wollte. Das kommt eben davon wenn man zusammengewürfeltr Aftermarketteile kauft... Wobei der Yoke der originale ist. Also bei Rockauto einen Pinion support von Dana gekauft, passend zum Case in nodular iron. Und nochmal neue Lager. Nach ein bisschen Recherche hab ichs dann mit dem neuen Pinion support doch nochmal mit dem solid spacer probiert und konnte es auf ein Schleppmoment von 23 in lbs einstellen. Danach ging es in die nächste Schlacht, welche da war die Pinion depth und den Backlash einzustellen. Dazu hab ich mit einem Messschieber, einem Stahllineal und einem Winkel die (halbwegs) exakte Mittelachse der Bohrung für die Lagerböcke zu bestimmen. Auf dem Ring und Pinion set ist nämlich der empfohlene Backlash und die Piniontiefe eingraviert, mit der das Set verbaut werden sollte. Die Piniontiefe ist dabei der Abstand zwischen Mittellinie der Lagerböcke und dem front face des Pinions. Da die Bohrung für die Lagerschalen nicht 100% mittig war musste ich zu dem gemessen Abstand von Pinion face (eingesetzt ohne Shim) und Lagerbock den Offset der Bohrung draufrechnen (eigentlich abziehen, dazu später mehr). Anschließend hab ich mit den beigelieferten Shims Kombinationen gebildet um den Pinion soweit raus zu bekommen, dass ich möglichst nah am gewollten Abstand liege. Anschließend den Support mit 35 ft lbs angezogen. Danach das Differential mit montiertem Ring gear eingesetzt und mit den Einstellern die Das Ringgear an das Piniongear herangedreht. Solange, bis der Backlash (Flankenspiel) zwischen 0.008-0.013" lag. Da damit alles in den Spezifikationen war ich guter Dinge jetzt ein schönes Tragbild zu erhalten. Pustekuchen, das war völlig daneben. Naja, vieleicht doch nicht so exakt meine Messung mit der Piniontiefe dachte ich. Das Ende vom Lied war dann dass ich stundenlang immer andere Kombinationen probiert habe. Mit dieversen Vergleichsbildern hab ich mir anhand meines Musters überlegt, dass ich weniger Shim brauche. Aber selbst gar kein Shim hat am Ende das Muster verbessert. Aus Spaß hab ich dann eimmal viel mehr Shim als berechnet verwendet, und siehe da: ein halbwegs akzeptables Muster. Verstanden hab ich das jedoch nicht. Bis ich mir nochmal meine Rechnung angeschaut und eine Skizze dazu gemacht hab. Wie sich herausstellte, hätte ich den Offset von der Mittellinie abziehen müssen, statt draufrechnen. Mit dem so ermittelten Shim kam ich dann auch auf ein schönes Tragbild. Schließlich dann alles festgezogen (vorher noch den O Ring in den Pinion support eingesetzt). Damit war dann auch der 6. Tag des eintägigen Differential Workshops zuende und das Diff endlich zusammen. Als nächstes stand an, die neuen 31 Spline Yukon Steckachsen auf die richtige Länge zu kürzen. Dazu hab ich mir mehrere Videos angeschaut. Diff ins Gehäuse gesetzt, Steckachse bis Anschlag rein und dann gemessen wie viel ab muss. 100 mal kontrolliert. Mir selbst 100 mal gesagt bloß nicht zu kurz abschneiden. Kappsäge angesetzt. Zur Hälfte abgesägt, dann Kappsäge aufgeraucht. Also doch die Flex. Sauber abgeschnitten, entgratet und dann festgestellt dass ich die dicke der Backing plates vergessen hab mit ei zu berechnen. Also zu kurz abgesagt. Wunderbar. Am Ende des Tages war das allerdings eh alles für die Katz, da mein schon aufgearbeitetes Gehäuse kurz darauf leider in sofern negativ aufgefallen ist, dass es bei der Endmontage nicht unters Auto passen wollte. Wie sich herausstellt sitzen die Blattfedern beim 71er Ranchero enger zusammen als beim 68er Torino. Also Plan über den Haufen geworfen und doch das originale Achsgehäuse genommen. Vorher schön gereinigt und neu lackiert. Simmeringe einsetzen, Magnet einkleben und die Lagerflächen fetten. Gaaaaanz vorsichtig die Steckachsen reingeschoben um den Simmering nicht aufzureissen. Dazu hab ich zusätzlich noch eine Tüte über den Schaft gezogen, die ich dann durch die Öffnung fürs Diff wieder rausgezogen hab, bevor das reinkam. Dann das Differential mit Dichtung und etwas RTV eingesetzt und festgezogen. Dann vorsichtig die Steckachsen in die Verzahnung eingeführt (vorher Spider gear und Gehäuseverzahung geindexed) und festgestellt dass die Achsen zu lang sind für das Gehäuse :(
Also nochmal raus, Zollstock rein, messen und erneut absäbeln. Wieder zu lang (aber immerhin nicht zu kurz...). Nochmal das ganze. Beim dritten Mal hab ich sie dann nur noch mit einem drittel der anfänglichen Vorsicht durch den Simmering geschmissen, was mich später einholen sollte. Vorher noch festgestellt dass ich für dich Backing und Retainer Plate der Achse 2 Dichtungen pro Seite brauchte, aber nur 2 hatte. Da die Achse aber nun endlich reinsollte, hab ich mich etwas mit Dichtmasse ausgetobt. Zusätzliche Schwierigkeit hierbei. Backing und Retainer plate waren noch von der 71er Achse (kein Weep hole), während der Achsflansch mit Weep hole ist. Nachdem ich mir eine schöne Dichtung auf mein Achsbrot geschmiert hatte konnte endlich alles zusammen gebaut und unters Auto montiert werden. Was für ein Kampf.

Über Weihnachten hab ich dann noch mit meiner Mutter die hinteren Bremsen fertig montiert, und zusammen mit meinem Vater dann noch das Proportionsventil samt Steuerblock aufgearbeitet und überholt. Nach und nach dann die neuen Bremsleitungen verlegt und den restlichen Kram am Unterboden installiert. Später habrn wir dann noch mit einem Überholsatz und meinem Sammelsorium an Midland Bremskraftverstärker Teilen den originalen BKV überholt. Ein neuer HBZ hat dann das Thema Bremse fürs erste abgeschlossen.

Nachtrag: Nachdem ich die Achse mit Öl befüllt hab, stellte sich heraus dass die Achse an den Flanschen rausabbert. Also nochmal Steckachsen ziehen, juhu. Am Ende war es nervig, aber diesmal war ich mit 4 Dichtungen und 2 neuen Simmeringen ausgestattet. Wie sich herausstellte war meine Self made Dichtung dicht gewesen, die Papierdichtung auf der anderen Seite war durchgesuppt. Die hab ich diesmal gegen verwulsteten Stahl ersetzt. Zur Sicherheit trotzdem noch ordentlich mit Silikon eingepampt, um irgendwie zu kompensieren dass hier zwei verschiedene Bauarten miteinander verheiratet wurden. Bin nicht stolz drauf,aber es ist dicht und suppt nicht mehr auf die Bremse...
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Beitrag von landeigt » 22. Mai 2026, 07:14

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Beitrag von landeigt » 22. Mai 2026, 08:31

Der nächste Kandidat für eine Überholung war das Getriebe. Aufgrund der leicht vergrößerten Serviceöffnung in der Glocke habe ich mich für das C6 entschieden welches eigentlich mal für den grünen Torino angedacht war. Nachdem beide Getriebe so gut es ging von der ganzen jahrealten Dreckpampe befreit waren hab ich beide hinten in meinen Lupo geschmissen und bin damit zu meinem Freund in der Nähe von Wolfsburg gefahren. Er hatte mir angeboten das Getriebe mit mir zusammen zu überholen bzw es mich unter seiner Anleitung selbst überholen zu lassen. Den Masterüberholsatz hatte ich schon besorgt, also konnte es gleich losgehen. Zunächst wurden beide Getriebe zerlegt. Hierbei stellte sich geraus dass es die richtige Entscheidung war beide Getriebe mitzunehmen, denn das C6 mit intakter Glocke war innen murks bzw da wurye schonmal dran rumgefummelt, Sachen fehlten und mehrere Teile waren gerissen (bspw. die eine Druckplatte). Das andere Getriebe war innen noch komplett original und wir konnten viele Teile retten. Einzig die one way roller clutch musste neu und ein paar Anlaufscheiben bestellt werden. Nach der Reinigung und Sichtung gings dann auch schon direkt ans zusammenbauen. und in 2 1/2 Tagen war das Getriebe fertig. Das war zur Abwechslung eine sehr angenehme Überholung, ohne größere Probleme. Einzig den Valvebody vernünftig zu zerlegen und wieder zusammenzubauen war etwas fummlig, da nicht jedes Ventil so wollte wie ich. Aber am Ende hat alles geklappt, was nicht zuletzt auch an der Expertise und Unterstützung von meinem Kumpel dem Getriebeexperten lag. Ich bin ihm jedenfalls sehr dankbar dass er mir die Chance gegeben hat mein Getriebe selbst zu überholen und mir dabei noch so einiges Beibringen konnte :)

Nachdem ich mein neues altes C6 dann glücklich nach Hause gefahren hatte wurde noch das Arsenal an Spraydosen geplündert und ein Baumarkt "Felgensilber" aufgrund mehrerer komplexere Kriterien (es war die vollste Dose) für die Veredelung ausgewählt. Damit waren dann 2/3 des Antriebsstranges erledigt!
Blieb nur noch das Herz: Nachdem ich den 390er Shortblock im Oktober vom Motorenbauer abgeholt hatte, wurde er sofort ausgepackt, lackiert und schön eingeölt damit er nicht anfängt zu rosten. Als Lack hab ich Dupli Color Ford Dark Blue verwendet, der Farbton ist klasse wie ich finde aber die Farbe an dich kacke. Würd ich nicht nochmal kaufen...
Am Block musste einiges gemacht werden: Lagergasse für die Kurbelwelle UND Nockenwelle spindeln (beide waren leider krumm), Zylinder auf +0.030" bohren und honen und alle Flächen einmal planen. Da die Kurbelwellenböcke eh zunächst kleiner gemacht wurden, konnten sie gleich auf die Kurbelwelle angepasst werden sodass diese nicht geschliffen werden musste. Die Pleuel haben auch noch neue Buchsen bekommen, und anschließend wurde der Shortblock vom Motorenbauer zusammengesetzt. Wieder zuhause angekommen hab ich dann die neue Ölpumpe eingebaut und den Abstand des Pickups zur Wanne eingestellt. Sa ich einen Windage Tray verwenden wollte musste dieser Abstand etwas durch nachbiegen angepasst werden. Anschließend konnte das Bottom End verschlossen werden. Ebenfalls installiert wurde das Timing Cover, Ölfiltergehäuse usw um möglichst alle Löcher zu verschliessen um die Gefahr von Rlstbildung zu minimieren. Bis die Zylinderköpfe fertig waren hab ich Motoreinölen als mein neues Hobby entdeckt und das so gut wie jeden Tag getan. Die Zylindeeköpfe wurden von meinem Bekannten geplant und auf Positive Stop Ventilschaftdichtungen umgefräst. Danach habe ich noch ein wenig leichtes Porting betrieben und Einlass und Auslasskanäle etwas bearbeitet sowie die Brennkammern geglättet und poliert. Hauptsächlich ging es mir darum Casting flash zu entfernen und offensichtliche Restriktionen zu entfernen. Zusättzich setzt sich auf polierten Flächen weniger Ölkohle ab. Damit habe ich im Winter einige meiner Abende verbracht. Zwischenzeitlich musste ich noch zum Augenarzt, Mdtallsplitter rausholen lassen. Ab jetzt trage ich immer 2 Schutzbrillen, das möchte ich ungern nochmal machen lassen...
Nachdem die Köpfe fertig bearbeitet waren wurden die neuen Ventile geläppt und eingebaut. Die Federn wurden vorher vermessen und für innerhalb der Spezifikationen befunden. Anschließend noch ein paar Schichten Lack drauf, und damit war die Kopfarbeit erledigt. Probehalber habe ich dann einen installiert und mit Knete die Piston to Valve Clearance ermittelt-alles im grünen Bereich! Damit konnten dann die Köpfe mit den Fel Pro Performance Dichtungen final verbaut werden. Parallel habe ich die Kipphebelwellen komplett zerlegt, und die Einzelteile gereinigt und ggf gegen bessere aus der Teilekiste getauscht. Dann mit den neuen Melling Wellen wieder zusammengebaut und zur Seite gelegt. Nun blieb nur noch die Ansaugbrücke. Als ich den Wagen bekommen habe, war eine Edelbrock Sp2p 390 drauf, eine economy Brücke aus den 70/80ern. Da mir alle davon abgeraten haben die wieder zu nehmen und ich kein Geld für einen Performer RPM hab, wuede es die Knockoff Brücke von Aliexpress. 300€ im Vergleich zu über 1000€ fürs original fand ich schon ordentlich, dafür dass es dieselbe Brücke nur ohne Edelbrock Schriftzug ist. Also bestellt und nach 2 Wochen dann auch da gehabt. Nach der Probemontage stellte sich dann heraus dass bei der einen Seite der Winkel nicht 45°, sondern 44° war. Mein Kumpel der mir auch die Köpfe geplant hatte konnte das zum Glück berichtigen. Anschließend musste noch insgesamt ein bisschen was weggenommen werden, um von der Geometrie her wieder vernünftig ins "V" zu passen. Vor der Montage hab ich dann noch die Löcher für die Pushrods etwas geweitet, damit es dort keine unerwünschten Kontakte gibt. Apropos Pushrods: Durch die ganzen Bearbeitungsmaßnahmen beim Block und den Köpfen waren die originalen Pushrods zu lang. Aus einem alten Pushrod hat mir mein Vater dann ein einstellbares gebaut (mein eigener Versuch einen length checker zu bauen hat sich so mäßig geschlagen) und ich hab alle einzeln vermessen. Anschließend dann mit Smith Brothers in Verbindung gesetzt und inmerhalb von 1 Woche Fertigungszeit plus 2 Tage Lieferzeit waren die Pushrods dann auch schon da! Kann ich nur empfehlen, das ging echt flott!
Nachdem die Pushrods vermessen waren und die Lifter mit Assembly Lune eingesetzt waren, hab ich die Brücke mit den Fel Pro 1247 S (wichtig, Stahlkern!) installiert. Brauchte natürlich noch die zur Brücke passenden Schrauben (gabs von Edelbrock bei Gooze). Nachdem alles festgezogen war noch Krümmer und Motorlager dran. Hatte blöderweise zwei linke bestellt, weshalb ein altes erstmal herhalten musste (wir wollten den Motor den Tag noch reinheben, da wir den Platz brauchten um bei meinem Lupo den Motor zu tauschen). Dann eingehängt und mit der Kraft der ganzen Familie (meine Schwester hat auch geholfen!) den FE reingehoben. Vorher noch das C6 unters Auto gerollt, damit es dort gleich angeflanscht werden konnte. Nachdem wir den Motor reingelöffelt hatten wurde alles erstmal befestigt und zusammen mit meiner Mutter hab ich das Getriebe angesetzt. Damit war die Hochzeit geglückt!
Die Motorlager haben wir erstmal noch lose gelassen, da wir nach einer Woche das neue rechte Lager geliefert bekommen haben. Dann nur noch Motor kurz anheben, Lager tauschen und endlich konnte der überholte Motor in seinem neuen alten Zuhause fest installiert werden.
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Beitrag von landeigt » 22. Mai 2026, 08:37

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