1973 Mustang Mach 1 (351C/FMX)

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Kalle
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Beitrag von Kalle » 2. Nov 2025, 21:24

Super Theo, danke. Nur damit ich es sicher richtig verstanden habe. Orientierung so, also mit der Nut Richtung Getriebe? So war es auch bei mir montiert gewesen.

Bild aus dem Netz:
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Bild von meiner Pumpe, Nut ist ja trotzdem zu erkennen:
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spinbird
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Beitrag von spinbird » 2. Nov 2025, 22:36

Juup, passt so

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Beitrag von Kalle » 17. Mär 2026, 08:03

In letzter Zeit bin ich irgendwie immer über den Bericht hinweggekommen. Daher soll es heute mal wieder ein Update zum Mach 1 geben, bisschen ist es doch voran gegangen. Der Mach 1 heißt ab jetzt bei mir “Pferdinand”, ist doch ein besserer Name wenn man vom Auto spricht.

Achse hinten:
Nach viel Spaß waren Achse und Blattfedern sauber. Die Blattfedern wurden neu gebuchst und lackiert. Die Achse ebenso lackiert mit neuen Simmerringen und Achsflanschdichtungen bestückt. Die Radlager sind noch super und sollten weiterhin ihren Dienst verrichten. Sieht alles wieder schön aus und sollte mit dem neuen Diff Spaß machen. Mit neuen Schäkeln und Schäkelbuchsen ist die Achse dann wieder montiert worden. Die neuen U-Bügel über der Achse haben noch Probleme gemacht, der Ersatz war zu schmal. Hier wurde mir aber von StangParts umgehend ausgeholfen und am Ende passte alles.
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Bremse hinten:
Aufgrund von Korrosion habe ich noch die Bremsleitung über der Achse neu angefertigt und abschließend die hintere Bremse mit komplett neuen Teilen montiert. Die Hardware Kits sind hier echt unübersichtlich, da war einige Arbeit mit dem Master Parts Catalog notwendig. Leider hatte ich die hinteren Trommeln bereits aufbereitet, ohne sie zu vermessen. Die waren platt (etwa 258 mm Innendurchmesser), also weit über dem Verschleißmaß. Zum Glück hat Hendrik mich aus seinem unendlichen Teilefundus direkt mit perfekten Ersatz versorgt und nun sind originale Trommeln drauf, die nahezu keinen Verschleiß haben.
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Kalle
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Beitrag von Kalle » 17. Mär 2026, 08:09

Bremse vorne:
Vorne ging es weiter. Dort dachte ich, dass tatsächlich noch alles original ist. Wie sich dann gezeigt hat, waren die Radlager aber doch eine Mischung aus Koyo, SKF und Org. Timken. Ein Lager hatte zudem einen stärker verformten Käfig. Also die Scheiben, welche noch gut sind, mit Thermolack lackiert und aufbereitet. Neue Koyo Lager verbaut inkl. Simmerring und rotem Hochtemperaturfett. Die Sättel hatten noch komplett original KH Dichtungen, da diese geschliffen haben sollten die Sättel überholt werden. Die Repro Sättel haben mir nicht wirklich gefallen und dienten nur als Kleinteilespender. Mit Hendrik gab es daher eine "Bremsen-Session", mit neuen Dichtungen, Kolben, Guide-Pins also alles wieder montiert und getestet. Läuft, danke nochmal dafür! Sättel und Hitzeschutzblech haben Thermolack bekommen, dieser wurde vorher im Ofen eingebrannt.
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Achse vorne:
Ursprünglich wollte ich hier nicht so viel machen, aber wenn man schonmal dabei ist… wurde doch alles zerlegt und es finden sich Probleme. Die oberen Querlenker waren komplett hin, die Welle hat sich im Querlenker komplett aufgerieben (https://photos.app.goo.gl/rkQrbXCHm6nmLvVBA). Leider war wegen Korrosion in den Gewinden der Kappe auch nichts mehr zu retten. Die Querlenker unten waren leicht porös und wurden eher prophylaktisch ausgetaucht. Die (originalen) Federwippen waren ähnlich schlimm wie die oberen Querlenker und wurden ersetzt. Abschließend noch den Federdom gesäubert, ein wenig auslackiert und alle losen Teile gesäubert und/oder lackiert. Alles wurde mit neuen Stabi- und Zugstreben-Gummis wieder montiert. Die Korkdichtungen zwischen Spindel und Hitzeschutzblech habe ich selber ausgeschnitten.
Die Lenkung kann ich fix hier abhandeln, dort musste nur der Idler Arm gebuchst werden, ansonsten war alles super. Neue Servoschläuche liegen hier noch, die kommen dann mit dem Motor zusammen rein.
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Beitrag von Kalle » 17. Mär 2026, 08:12

Getriebe:
Nachdem ich hier noch eine weitere Buchse von Theo eingezogen habe (danke auch hier nochmal!), ging es doch schneller als gedacht. Alle Teile im Ultraschallbad gesäubert und anschließend wieder montiert. Jemand hatte einen MX statt FMX Filter verbaut, daher konnte das Getriebe durch das “extra” Loch nach belieben Schmutz ansaugen. Daher habe ich auch den Valvebody zerlegt. Erstmal ohne Shift Kit, ich wollte den Status Quo mal erfahren. Interessant fand ich zu sehen, dass ausschließlich noch die Original Teflon Dichtungen auf den Wellen montiert waren, noch keine Metall-Ringe zum Abdichten der rotierenden Teile. Hat mich zuerst verwirrt, bis ich Hinweise auf die Teflon im Shop Manual gefunden habe.
Am Ende sind also teilweise die Buchsen, alle Dichtungen, Kupplungen, Reibscheiben und das Intermediate Band sowie der Modulator neu. Der Wandler wurde abgelassen und erstmal nur aufgehübscht. Wegen Karies ist auch die Flexplate noch gekommen. Wirklich Ärger hat eigentlich nur die Lippendichtung in der Kupplung gemacht, hier musste ich nochmal einen kleinen Überholsatz nachbestellen, einmal habe ich die äußere Lippendichtung vergurkt. Die zweite habe ich im Gefrierschrank komprimiert eingefroren, dann ist sie problemlos in Position geflutscht.
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Beitrag von Kalle » 17. Mär 2026, 08:17

Innenraum:
Die Sitze habe ich wieder korrekt als Beifahrer und Fahrersitz angeordnet, der Fahrersitz hat leider bessere Zeiten gesehen. Langfristig muss ich mal nach einem neuen Sitzgestell schauen und ihn neu beziehen. Die Fahrertür habe ich zerlegt und den Fensterheber zu reinigen und zu schmieren, da ging vorher garnicht! Dazu rundum neue Fensterschlachtleisten und hier und da neue Dichtungen. Dazu den Remote-Mirror gängig gemacht und den Zug korrekt verlegt. Die hintere Hutablage war nur eine Sperrholzplatte, die habe ich beledert, dazu vorne und hinten die Gurte getauscht, da die Gurtschlösser leider hin sind. Hinten sind es (erstmal) super günstige Beckengurte ohne Aufroller, vorne gab es “moderne” Dreipunktgurte, also keine getrennten Becken und Schultergurt. Ein wenig störrisch ist der Aufroller noch, aber das Prinzip gefällt mir super! Alle Holzschrauben und sonstigen Fehlschrauben wurden einmal auf dem Innenraum-Schraubensatz ersetzt.
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Elektrik:
Auch wenn hier noch nicht viel gepfuscht wurde, war doch viel zu tun. Der Lichtmaschinen-Kabelbaum wurde repariert. Da keines der Fusible Links noch existierte, gab es Midi-Sicherungen für die Zuleitung in den Innenraum und die Lichtmaschine. Dazu noch überarbeitete Batteriekabel und ein Trennschalter. Der Motorkabelbaum wurde einmal durchgemessen und repariert. Hinten habe ich auf WCCC Leds umgestellt und die Kennzeichenleuchte sowie das Rückfahrlicht instand gesetzt. Vorne das Standlicht noch im H4 Scheinwerfer angeschlossen und ebenso auf LED umgerüstet. Damit leuchtet und blinkt extern alles wie gewollt. Innen wurde das Dome Light und der Shift Indicator zum Leben erweckt. Das Radio von den Lüsterklemmen befreit und mit neuen Steckern sauber verkabelt. Der Zigarettenanzünder wurde entkorrodiert und gereinigt, damit geht er nun und via Bluetooth/FM Transmitter kann ich mit dem Original Radio jegliche Musik hören. Dann noch die Sicherung vom Gebläse gesäubert, bis diese sauber leitete, dann ging das Gebläse auch direkt wieder. Beim Lesen des Schaltplans habe ich noch viele weitere Elektrik-Sachen entdeckt, von denen mein 66er nur träumen könnte. Hinterleuchtetes Klima Panel oder hinterleuchtete Bedienschalter, fancy. Das ging aber alles schon nach etwas drehen am Lichtschalter.
Schwieriger wurde es dann im Instrumenten Panel mit der Leiterplatine. Die Warnleuchten und die Beleuchtung wollten nicht. Nachdem ich das PCB und die Fassungen gereinigt habe ging auf der Werkbank schonmal alles. Leider habe ich beim einsetzen ein Stecker-Kontakt auf dem PCB aufgeribbelt, schlussendlich konnte ich den Kontakt aber wieder beleben. Nachdem noch die Sicherung der Warnleuchten ersetzt wurde und ein Massekabel am Zündschalter neu angeschlossen wurde gingen auch alle Anzeigen wieder. Also das Alt Licht leuchtet, Öldruck leutet auf Masse und Temp/Brakes leuten in “Start” und auf Masse.
Nachdem ich jetzt nur noch vom Key-Reminder Buzzer träume ist das Thema Elektrik vorerst abgehakt, wenn irgendwann die Klima mal wieder montiert wird muss ich wohl nochmal ran.
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Vom Motor berichte ich gerne, wenn die letzten Teile endlich da sind, Australien lässt noch auf sich warten. Hier ein kleiner Appetizer, der Short Block ist nämlich eigentlich schon fertig.
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