1969er Mercury Cougar XR7

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j0uns
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1969er Mercury Cougar XR7

Beitrag von j0uns » 4. Aug 2026, 14:12

Hallo zusammen aus dem Raum Düsseldorf :geek:
ich bin Jonas, frische 38 Jahre alt, komme aus Krefeld und bin großer Fan möglichst analoger Fahrzeuge.

Vielleicht etwas ungewöhnlich, aber ich besitze (noch) keinen Oldtimer. Aktuell stehe ich vor der Entscheidung, den 1969er Mercury Cougar XR7 eines Freundes zu kaufen. Es handelt sich um einen handgeschalteten XR7 mit 351W-2V in Bright Blue Metallic. Für mich in dieser Kombination ein absolutes Schmuckstück.

Leider habe ich bisher wenig Erfahrung mit US-Oldtimern und ihren Eigenheiten. Trotz intensiver Recherche habe ich großen Respekt vor der Investition. Deshalb hoffe ich, dass sich hier vielleicht jemand aus Krefeld oder der näheren Umgebung findet, der sich mit solchen Fahrzeugen auskennt und mich mit etwas Expertise unterstützen kann.

Für mein laienhaftes Verständnis befindet sich der Cougar in einem altersgerechten, ordentlichen Zustand. Das Fahrzeug wurde 2019 nach Österreich importiert und 2022 von meinem Kumpel nach Deutschland geholt.

Seitdem wurden einige Arbeiten durchgeführt: Umrüstung auf elektronische Zündung, offener Luftfilter, neue Reifen und Spur wurde eingestellt. Außerdem wurde der Hauptbremszylinder erneuert. Ein Umbau beziehungsweise die Nachrüstung eines Bremskraftverstärkers stand wohl ebenfalls im Raum, wurde letztlich aber nicht umgesetzt, da der dafür notwendige Umbau als zu komplex eingeschätzt wurde.

Aktuell habe ich den Wagen einige Tage bei mir, um ihn möglichst gründlich zu prüfen. Auf einer Hebebühne hatte ich ihn bisher allerdings noch nicht, und eine unabhängige Begutachtung durch eine Werkstatt steht ebenfalls noch aus.

Was mir aktuell am meisten Kopfzerbrechen bereitet, ist eine Aussage des Mechanikers meines Kumpels. Bei einem Werkstattbesuch wurde wohl ein Haarriss am Motorblock im Bereich der Kühlmittel-Ablassschraube entdeckt. Nach seiner Einschätzung soll dieser durch zu starkes Anziehen der konischen Schraube entstanden sein.
Um zu verhindern, dass dort Kühlmittel austritt, wurde am Kühlsystem offenbar eine Art Ventil installiert, über das nach dem Abstellen des Motors der Druck manuell abgelassen wird. Technisch bin ich auf diesem Gebiet leider nicht versiert genug, um einschätzen zu können, wie sinnvoll oder dauerhaft diese Lösung tatsächlich ist. Der Wagen fährt jetzt seit ein paar Jahren mit diesem Riss ohne Probleme.
Um ehrlich zu sein: Ich habe mich schon ziemlich in den Wagen verliebt. Gleichzeitig lässt mich die Geschichte mit dem Haarriss im Motorblock nicht los. Für mich fühlt sich das aktuell nach einer möglichen Zeitbombe an, insbesondere weil ich nicht einschätzen kann, ob das in der Praxis ein beherrschbares Problem oder ein ernsthafter Warnhinweis ist.


Daher meine Fragen an euch:
Wie kritisch würdet ihr einen solchen Haarriss an einem 351 Windsor beurteilen?
Würde euch so etwas grundsätzlich vom Kauf abhalten?
Welche Prüfungen oder Gutachten würdet ihr vor einer Kaufentscheidung unbedingt durchführen lassen?

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Sorry wenn ich den falschen Bereich für mein Anliegen erwischt habe. Würde mich sehr über euer Feedback freuen!
Liebe Grüße
J

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Braunschweiger
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Beitrag von Braunschweiger » 4. Aug 2026, 16:36

Hallo und willkommen hier.
Schick isser.
Eine Reparatur ist sicherlich möglich, es gibt verschiedene Möglichkeiten, Schweißen, Laserschweißen, Stitching, den Riß mit Schrauben verschließen, oder mit JB Weld kleben.
Welchen Aufwand möchtest du betreiben?
Gruß Harald

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Beitrag von Schraubaer » 4. Aug 2026, 19:17

Kommt immer auf die Größe des Risses an, bzw. wie weit und tief es in den Block reicht!
Sollte es nur am Gewinde selbst sein, zuschweißen, oder einen Blindstopfen großzügig mit JB-Weld zuschmieren.
Sage, was wahr ist, trinke, was klar ist, esse, was gar ist und #%*, was da ist!!!

j0uns
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Beitrag von j0uns » 4. Aug 2026, 19:26

Hi Harald, Hi Schraubaer,
vielen Dank! Das wirkt auf mich hier wie ein wirklich nettes und vielseitiges Forum. Ich habe schon einige Beiträge hier verschlungen :)

Der Wagen ist tatsächlich ziemlich schick, und der Sound erst! 😮

Natürlich könnt ihr das ohne Glaskugel und Ferndiagnose genauso wenig einschätzen wie ich. Aber immerhin scheint die Geschichte bei den meisten von euch noch nicht sofort sämtliche Alarmglocken auszulösen :lol:

Da ich leider kaum Erfahrung mit der Reparatur von gusseisernen Motorblöcken habe, müsste ich so etwas komplett an eine kompetente Fachwerkstatt auslagern. Soweit ich bisher herausfinden konnte, reichen die Kosten je nach Ausmaß des Schadens von etwa 500 bis 700 € für eine Reparatur des Risses bis hin zu mehreren tausend Euro, falls tatsächlich ein Austausch des Blocks notwendig werden sollte.

Letzteres wäre natürlich ein ziemlicher Hammer. 😐
Unser Plan ist jetzt erst einmal, den Wagen auf die Bühne zu nehmen, Öl und Kühlmittel zu wechseln, ein Wertgutachten erstellen zu lassen und den anstehenden TÜV abzuwarten. Bis ich eine endgültige Entscheidung treffe, sammle ich fleißig weiter eure Erfahrungen und Ratschläge. 😄

Liebe Grüße
J

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Beitrag von TBHH » 4. Aug 2026, 20:28

Schönes Auto!
Genau die gleiche Farbkombination hatte mein erster Mustang ('70er Coupe) Anfang der '80er...

Das mit dem Block ist ärgerlich, aber es gibt dauerhafte Lösungen. Z.B. JB Weld, in dem Bereich sogar von Ford empfohlen (siehe originales Shop Manual!).

Aber das erste, was ich bei dem Auto tauschen würde, wäre der absolut hässliche Wasserkopfverteiler, und das zweite wäre, den originalen Luftfilter wieder einzubauen. Hoffentlich hast Du den mitgekriegt..(zusammen mit dem Vorwärmblech). Der Luftfilter ist sicher die Folge von dem übergrossen Verteiler...

Gruss
Theo

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Beitrag von Schraubaer » 4. Aug 2026, 22:12

Cool, die selben Räder hatte ich an meinem auch! :P
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Beitrag von mem64 » 4. Aug 2026, 23:09

Warum soll das Alarmglöckchen auslösen?
Gibt noch genug Blöcke 😆😂

Willkommen im Forum 😁
Meine Nachbarn hören immer gute Musik...... ob sie wollen oder nicht 😆

Martin (mem)

http://early-mustang.de/

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