So... Was soll ich sagen: Ihr hattet Recht. Bei der Zünderei ist definitiv so einiges im Argen
Also erstmal habe ich, wie ihr vorgeschlagen habt, Zünd-OT kontrolliert. Ich habe ihn mit einer verlängerten Messuhr durch das Kerzenloch auf Kolben 1 exakt auf Zünd-OT gedreht.
Die Markierung am Schwingungsdämpfer stand haargenau auf 0 Grad - passt also.
Aber nun fängt der Spass an

Der Rotor des Zündverteilers war um ca. 120 Grad gegen den Uhrzeigersinn verdreht eingebaut.
Also das Zündkabel Zylinder 1 war auf der 8 Uhr Position anstatt auf 1-2 Uhr Position angeschlossen

So stand der Verteilerfinger, wenn der Motor auf Zünd-OT Zylinder 1 steht:
Im Inneren geht es dann ähnlich weiter: Massekabel der Kontaktplatte (Heisst das Teil so? Dort wo der Kontakt befestigt ist.) hängt nur noch an ein paar Drähten und Kontaktabstand war zu gross.
In der Kappe sieht man, dass der Funke anscheinend immer nur ganz an der Ecke der Kontakte übergesprungen ist. Wohl, weil der ganze Verteiler komplett falsch eingebaut war.
Beim Fliehkraftvesteller sind zwei verschiedene Federtypen verbaut...

Der Versteller ist zwar freigängig, aber es ist eine sehr weiche und eine zu lange aber sehr harte Feder verbaut. So, dass sich der Versteller zuerst ganz leicht und ab ca. 50% Weg, wenn die harte Feder anfängt zu spannen, nur noch sehr hart verstellen lässt. Das kann ja wohl nicht gut sein, oder?
Was ich jetzt machen würde:
- Korrekte Federn beim Fliehkraftversteller verbauen
- Kontaktabstand einstellen
- Defekte Kabel erneuern
- Verteiler in korrekter Ausrichtung einbauen
Fällt euch noch etwas auf oder anders gefragt, habe ich noch etwas übersehen?
Danke und Gruss, Christian